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EUROPÄISCHE INTEGRATION

Die erste Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) begann am 1. Juli 1990. Sie stand vor allem im Zeichen des Abbaus sämtlicher Beschränkungen des freien Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs innerhalb der EU-Mitgliedstaaten.
Die zweite Stufe begann mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI), der Vorgängerinstitution der Europäischen Zentralbank (EZB), am 1. Januar 1994. Die zweite Stufe diente technischen Vorarbeiten für die Schaffung der einheitlichen Währung, der Verstärkung der Haushaltsdisziplin und einer verstärkten Konvergenz der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU-Mitgliedstaaten. Die EZB wurde im Juni 1998 errichtet und hatte somit ein halbes Jahr Zeit, um die Vorarbeiten des EWI umzusetzen.
Am 1. Januar 1999 begann die dritte und letzte Stufe der WWU mit der unwiderruflichen Festlegung der Wechselkurse der Währungen der elf von Anfang an teilnehmenden Mitgliedstaaten sowie der Einführung des Euro als einheitliche Währung. Seit diesem Zeitpunkt ist der EZB-Rat für die Durchführung der einheitlichen Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet verantwortlich. Zuvor hatte der EU-Rat in der Zusammensetzung der Staats- und Regierungschefs im Mai 1998 bestätigt, dass insgesamt elf der 15 EU-Mitgliedstaaten – zum damaligen Zeitpunkt Belgien, Deutschland, Irland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland – die Kriterien für die Einführung der einheitlichen Währung erfüllten. Griechenland trat dem Euro-Währungsgebiet am 1. Januar 2001 bei.
Die erste Umstellung auf den Euro war am 1. Januar 2002 mit der Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen abgeschlossen. Im Januar 2007 wurde Slowenien zum 13. Mitgliedstaat des Euroraums. Am 1. Januar 2008 traten Zypern und Malta, am 1. Januar 2009 die Slowakei und am 1. Januar 2011 Estland dem Eurogebiet bei.
Weitere Informationen zu den drei Stufen der WWU sind unter www.ecb.europa.eu/ecb/history/emu/html/index.de.html abrufbar.
EI.004 01/12
Europäische Zentralbank