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EUROPÄISCHE INTEGRATION

Vor der Errichtung der Währungsunion waren die einzelnen Länder des heutigen Euro-Währungsgebiets relativ kleine und offene Volkswirtschaften. Das Eurogebiet insgesamt bildet dagegen eine große, weitaus geschlossenere Volkswirtschaft. Aufgrund seiner Größe lässt es sich mit den Vereinigten Staaten vergleichen.
Gemessen an der Bevölkerungszahl gehört das Eurogebiet mit einer Gesamtbevölkerung von 332 Millionen Menschen im Jahr 2011 zu den größten entwickelten Wirtschaftsräumen der Welt. Zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten lebten zur gleichen Zeit 312 Millionen und in Japan 129 Millionen Menschen.
Gemessen am Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) war das Eurogebiet im Jahr 2011 mit 14,2 % nach den Vereinigten Staaten (19,1 %) der zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt mit gemeinsamer Währung. Japans Anteil betrug 5,6 %.
Da die Wirtschaft des Eurogebiets insgesamt wesentlich weniger offen ist als die der einzelnen Länder des Euroraums, wirkt sich die Preisentwicklung außerhalb des Eurogebiets nur in begrenztem Umfang auf die Preise im Euroraum aus. Dennoch ist der Öffnungsgrad des Euro-Währungsgebiets höher als jener der Vereinigten Staaten oder Japans. Der Anteil der Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen am BIP des Euroraums lag im Jahr 2011 mit 24,7 % erheblich über den entsprechenden Zahlen für die Vereinigten Staaten (13,9 %) und Japan (15,9 %).
Quellen: EZB, Eurostat, nationale Angaben, IWF und EZB-Berechnungen für das Euro-Währungsgebiet und die EU; nationale Quellen, IWF für die Vereinigten Staaten und Japan.
EI.010 07/12
Europäische Zentralbank