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IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER BANCA NAŢIONALĂ A ROMÂNIEI
Regionale Traditionen, länderspezifische Eigenheiten, übernationale Werte: Europa lebt ebenso von der Vielfalt seiner Kulturen wie von seinen gemeinsamen Überzeugungen. Dies belegen die Kulturtage der Europäischen Zentralbank jedes Jahr aufs Neue.
Sie sind jeweils einem anderen Mitgliedsland der Europäischen Union gewidmet: Vom 21. Oktober bis zum 9. November 2009 war der Fokus auf Rumänien gerichtet, das mit der zweiten Ost-Erweiterung der EU am 1. Januar 2007 in den Staatenverbund aufgenommen wurde.
Auf dem Programm standen Musik, Literatur, Film, Tanz, Theater, bildende Kunst sowie Märchen und Erzählungen für Kinder. Die Veranstaltungen, die in den Räumen namhafter kultureller Institutionen in Frankfurt am Main und Umgebung stattfanden, konzentrierten sich auf die rumänische Moderne und auf zeitgenössische künstlerische Ausdrucksformen. Aber auch die prägenden Einflüsse der Überlieferung und der Volkskultur spielten eine Rolle: So kann das bei mehreren Konzerten im Mittelpunkt stehende Schaffen von George Enescu (1881–1955), Rumäniens bedeutendstem Komponisten, als sinnbildlich für eine Kultur gelten, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts Westliches und Östliches, Folkloristisches und Avantgardistisches auf einzigartige Weise verbindet.
Rumänische Hörerlebnisse: Klassisches und Zeitgenössisches, großes Orchester und Jazz-Solisten, virtuose Meister und junge Talente
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| Mi., 21. Okt. | 20.00 Uhr | Großes Eröffnungskonzert Das Nationale Rundfunkorchester Rumänien unter der Leitung von Cristian Mandeal spielt Werke von Enescu und Beethoven Programm [1,31 MB] Das Nationale Rundfunkorchester Rumänien unter der Leitung von Cristian Mandeal
Er gilt als der bedeutendste rumänische Komponist: George Enescu. Der schon in frühester Kindheit als Geigenvirtuose zu Ruhm gekommene und zeit seines Lebens in Nordamerika und Europa gefeierte Musiker hat ein reichhaltiges kompositorisches Œuvre an der Nahtstelle zwischen Überlieferung und Moderne hinterlassen. Seine „Rumänischen Rhapsodien“ sind weithin bekannt, weniger dagegen seine frühen Kammermusikwerke, seine Orchestersuiten, in denen er sich unterschiedlichen Stilrichtungen zuwandte, seine spätromantische „Symphonie Concertante“ oder seine Oper „Oedipe“. Dieses Musiktheaterwerk hat Mandeal in den vergangenen Jahren mehrfach außerhalb Rumäniens mit beträchtlichem Echo bei Besuchern und Kritikern aufgeführt. Beim Eröffnungskonzert der KULTURTAGE der EZB – Rumänien 2009 im Grossen Saal der Alten Oper wird sowohl der aus dem folkloristischen Schatz des Landes schöpfende als auch der mit vielerlei Einflüssen und Formen experimentierende Enescu vorgestellt. Auf dem Programm stehen die neoklassizistisch inspirierte 1. Orchestersuite, das von Enescu nicht selbst vollendete „Caprice Roumain“ für Violine und Orchester sowie die 1. Rumänische Rhapsodie mit Anleihen bei der überreichen volksmusikalischen Tradition des Landes. Enescus Gesamtwerk kann als exemplarisch für ein Land gelten, dessen Kultur gegenwärtig an Traditionen der Volkskunst ebenso wie an die Ausdrucksformen der Avantgarde anknüpft. Neben dem rumänischen Komponisten steht Beethoven auf dem Programm des Abends in der Alten Oper: Sein Werk gilt wie wenige andere als Inbegriff von Universalität, und mit Bedacht hat daher der Europarat die Instrumentalversion des Schlusschors „Freude, schöner Götterfunken“ aus der neunten Sinfonie zur Europahymne gewählt. Beim Eröffnungskonzert kommt jedoch das Tripelkonzert C-Dur op. 56 zu Gehör, das Assoziationen mit der habsburgischen Vergangenheit Rumäniens erlaubt: 1804 hat Beethoven es für seinen Klavierschüler Erzherzog Rudolf von Österreich geschrieben. Die Soloinstrumente sind Klavier, Geige und Cello. In Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt. Das Konzert wird vom Hessischen Rundfunk und vom rumänischen nationalen Rundfunksender Societatea Română de Radiodifuziune aufgezeichnet. |
Alte Oper Frankfurt Grosser Saal Opernplatz 1 |
€45/€35/€25/€15 | Alte Oper und Frankfurt Ticket RheinMain GmbH Ticket hotline: +49 69 1340400 www.frankfurt-ticket.de Sowie alle weiteren Frankfurt Ticket Vorverkaufsstellen |
| Do., 22. Okt. | 20.00 Uhr | Orgel- und Panflötenkonzert
Nicolae Licareţ und Gheorghe Zamfir sind zu hören mit Werken von Enescu, Händel, Schubert und anderen Orgel- und PanflötenkonzertNicolae Licareţ und Gheorghe Zamfir spielen Werke von Enescu, Händel, Schubert, Liszt und ZamfirGheorghe Zamfir hat als Solist, im Duett, mit kleinem Ensemble und mit großem Orchester dafür gesorgt, ein Instrument populär zu machen, das mit seinem weichen Klang sowohl klassischen als auch Stücken der Popmusik eine ganz eigene Note gibt: die Panflöte. Seit er 1966 seine erste Platte aufgenommen hat, feiert Zamfir Triumphe. Sein Repertoire ist äußerst breit, er fürchtet keine Grenzüberschreitungen, ist in vielen Genres bewandert. Als Filmmusiker ist er für die besondere Atmosphäre von Kinowerken verantwortlich, seine Auftritte mit James Last sind legendär. Und vor vielen Jahren schon arbeitete er mit dem Pianisten und Organisten Nicolae Licareţ zusammen, der 1959 bei einem Händel-Festival sein Debüt gab und seither auf den bedeutendsten Konzertbühnen dieser Welt zu Hause ist. Als Duo haben Zamfir und Licareţ Werke großer Komponisten auf Tonträgern veröffentlicht: Orgel und Panflöte, ein ungewöhnliches musikalisches Paar, machen auch viele bekannte Stücke zu neuen und immer wieder überraschenden Hörerlebnissen. Nun sind die beiden Musiker gemeinsam mit einem klassischen Programm unterwegs und versetzen Kompositionen von Enescu, Händel und anderen in eine gleichsam überirdische Sphäre. Dabei ist die Panflöte ein Instrument, das eng mit der Hirtentradition Rumäniens und dadurch mit der Landschaft, ihren Menschen, ihren Sitten verbunden bleibt. |
St Katharinenkirche An der Hauptwache |
€12 | EuroInformation Centre & Bookshop Kaiserstraße 29 60311 Frankfurt, Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Ausverkauft |
| Mo., 26. Okt. | 19.30 Uhr | Junge Talente
Der Pianist Matei Bucur Mihăescu mit eigenen Kompositionen sowie Werken von Mendelssohn Bartholdy und Beethoven Ein Beitrag der Stadt Frankfurt am Main Junge TalenteDer Pianist Matei B. Mihăescu mit eigenen Kompositionen sowie Werken von Mendelssohn Bartholdy und BeethovenMit fünf Jahren begann er Klavier zu spielen, mit zehn Jahren machte ihn ein Konzert im Rumänischen Athenäum in Bukarest berühmt. Wenn man denn von Wunderkindern sprechen will – Matei Bucur Mihăescu ist eines. Der am 30. Januar 1995 geborene junge Mann besitzt nämlich nicht nur ein außergewöhnliches Talent als Pianist, sondern kann auch mit gerade einmal 14 Jahren auf ein kompositorisches Werk von mehr als 20 Stücken für Klavier, Orchester, Chor und kammermusikalische Ensembles zurückblicken. Namhafte Musiker haben seine Kompositionen bereits aufgeführt. Zwei Tonträger mit seinen eigenen Klavierstücken, von ihm selbst interpretiert, sind schon erschienen. 2008 hat er ein eigenes Kammerorchester zusammengestellt, „Cammerata“ genannt, wobei das doppelte „M“ in der Mitte für Matei Mihăescu steht. In Rumänien wird der Pianist „unser Mozart“ genannt, aber auch oft mit George Enescu verglichen: Tatsächlich ist die Begabung, ein großer Interpret und zugleich ein bedeutender Komponist zu sein, nicht so weit verbreitet, wie man annehmen könnte. Der Schüler des Bukarester Musiklyzeums „George Enescu“ stand schon auf vielen großen Bühnen der Welt. Das Repertoire des vielfach preisgekrönten Pianisten umfasst 400 Jahre Musikgeschichte. In Frankfurt präsentiert er neben Werken von Beethoven und Mendelssohn Bartholdy drei Kompositionen aus seiner eigenen Feder. Ein Beitrag der Stadt Frankfurt am Main. |
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen Justinianstraße 5 | €10 | Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen +49 69 557 791 www.frankfurter-buergerstiftung.de |
| Do., 29. Okt. |
21.00 Uhr | Jazz
Das Duo Harry Tavitian (Piano, Gesang) und Csaba Cserey (Schlagzeug) spielt modernen Jazz mit Einflüssen der rumänischen, ungarischen und armenischen Folklore Beitrag der Stadt Frankfurt am Main JazzHarry Tavitian und Csaba Cserey „The Art of the Dialogue“Harry Tavitian gilt als der bedeutendste Pianist der rumänischen Jazzszene. Thelonious Monk, den er selbst als wichtigsten Einfluss nennt, aber auch Mal Waldron oder Cecil Taylor haben seine Musik geprägt, die gleichwohl auch Anregungen der Folklore des Balkans und Armeniens in sich aufnimmt. Er wurde 1952 in Constanţa als Sohn armenischer Eltern geboren. 1970 wirkte die Begegnung mit dem Blues nach seinen eigenen Angaben wie ein Schock – bis dahin hatte er ausschließlich klassische Musik gespielt. Doch er wurde als Bluesmusiker bekannt, später kam der Jazz dazu. In den achtziger Jahren veröffentlichte er zwei Platten in London; danach auch in Rumänien, wo seine Tonträger anfangs nicht zu erstehen waren, weil sie komplett ins Ausland verkauft wurden. Was Tavitian mit verschiedenen Ensembles und Solisten gegenwärtig spielt, wird gelegentlich als Ethno-Jazz bezeichnet, aber nach wie vor finden sich auch Elemente von Free Jazz und Blues in seiner Musik. Bei den KULTURTAGEN der EZB – Rumänien 2009 tritt er gemeinsam mit dem ungarnstämmigen Perkussionisten Csaba Cserey auf, der 1958 in Transsylvanien geboren wurde und sich zur orientalischen Musiktradition hingezogen fühlt. Das Duo verarbeitet in seinen Kompositionen rumänische, ungarische und armenische Folklore und formt sie in der Sprache des modernen Jazz um. Ein Beitrag der Stadt Frankfurt am Main. |
Jazzkeller Frankfurt Kleine Bockenheimerstraße 18a |
€10 | Euro Information Centre & Bookshop Kaiserstraße 29, Kaiserstraße 29, 60311 Frankfurt Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Abendkasse: Jazzkeller Frankfurt (ab 20.00 Uhr) Ausverkauft |
| Mo., 2. Nov. | 19.30 Uhr | Konzert
Das Duo Harry Tavitian (Piano, Gesang) und Csaba Cserey (Schlagzeug) spielt modernen Jazz mit Einflüssen der rumänischen, ungarischen und armenischen Folklore Beitrag der Stadt Frankfurt am Main KonzertDas Romanian Piano Trio mit Werken von Haydn, Mendelssohn Bartholdy, Enescu und PiazzolaEin Popstar-Flair umgibt das Romanian Piano Trio. Es wartet mit frischen, überraschenden Interpretationen und Neu- sowie Wiederentdeckungen auf. Die Spielfreude der Musiker ist mitreißend, ihre Deutung der Klassiker zupackend. Pianist Horia Mihail, Geiger Alexandru Tomescu und Cellist Răzvan Suma haben außerhalb Rumäniens für Aufmerksamkeit gesorgt, sich aber dafür entschieden, im eigenen Land ihre Karriere fortzusetzen und so die Erfahrungen, die sie anderswo gemacht haben, mit dem einheimischen Publikum zu teilen. Ihr Ziel ist nicht nur die makellose Wiedergabe klassischer Werke, sondern auch, Barrieren abzubauen. Da sie sehr daran interessiert sind, anderen den Entstehungsprozess von Kompositionen und Interpretationen zu erläutern, bieten sie in ihrem Heimatland ein breit angelegtes musikpädagogisches Programm an. Horia Mihail kam als Solist des Philharmonischen Orchesters Brasov zurück nach Rumänien, nachdem er drei Jahre lang in Boston gelehrt hatte. Alexandru Tomescu ist derzeit Solist im Orchester des rumänischen nationalen Rundfunks, zuvor hat er in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten gearbeitet. Răzvan Suma ist bei Konzerten weltweit als Solist gefragt. |
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Kleiner Saal Eschersheimer Landstraße 29-39 |
€12 (€6) |
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main +49 69 154 007 334 Telefonische Kartenreservierung und Abendkasse |
| Do., 5. Nov. | 19.30 Uhr | Junge Talente
Die Pianistin Alexandra Silocea spielt Schumann, Enescu, Jora und Prokofiev Junge TalenteDie Pianistin Alexandra Silocea spielt Schumann, Enescu, Jora und ProkofievZu den bemerkenswertesten Talenten unter den jungen rumänischen Pianisten zählt die 1984 geborene Alexandra Silocea. Sie ist dabei, sich international als Künstlerin zu etablieren – und das, obwohl sie erst mit acht Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt. Das war an der Musikschule Constanta. Schon zwei Jahre später gewann sie mehrere Klavierwettbewerbe. 1995 wechselte sie zum Musiklyzeum „George Enescu“ nach Bukarest, im Alter von 14 Jahren spielte sie bereits mit den bedeutendsten Orchestern des Landes. Im Jahr 2000 setzte sie ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. Sie übersiedelte nach Österreich, betrieb aber weiterhin ein Fernstudium am Bukarester Musiklyzeum, wo sie 2003 ihren Abschluss machte. In Wien lernte die Pianistin bei Christoph Berner, Martin Hughes und Oleg Maisenberg. 2006 erhielt sie das erste Diplom. Zurzeit besucht sie im Zuge eines Master-Studiengangs die Klasse von Johannes Marian. Im April 2008 hat sie erfolgreich im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses debütiert, im September desselben Jahres bestand sie die Aufnahmeprüfung am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse und wurde in die Klasse von Theodor Paraschivescu und Laurent Cabasso aufgenommen. Sie erhielt schon zahlreiche Preise, trat auf einer Reihe von Festivals sowie im rumänischen Rundfunk auf und spielt 2009 ihre erste CD ein. Das Repertoire der Interpretin ist breit gefächert: Dass George Enescu darin eine bedeutende Rolle spielt, versteht sich fast von selbst. |
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen Justinianstraße 5 |
€10 | Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen +49 69 557 791 www.frankfurter-buergerstiftung.de |
| Sa., 7 Nov. |
20.00 Uhr. | Folklore
Grigore Leşe und sein Musik- sowie Tanzensemble gehen in der Show „Roots“ auf die Suche nach den Ursprüngen der rumänischen Volksmusik FolkloreGrigore Leşe „Roots“Musik ist mehr als Unterhaltung. In allen Kulturen begleitet sie Übergänge im Leben der Menschen und ist Teil der religiösen Zeremonien. Diese ursprüngliche Bedeutung von Gesang und dem Einsatz von Instrumenten macht Grigore Leşe in seiner Show „Roots“ erlebbar. Er führt das Publikum in ein rumänisches Dorf und lässt es teilhaben an Riten, die etwa mit Geburt, Initiation oder Hochzeit zu tun haben. Er weist auf die alten Sagen hin, wonach die Musik göttlichen Ursprungs ist und sich die Menschen, indem sie singen und musizieren, mit den überirdischen Mächten in Einklang bringen. Neben der Musik, die einzelne Abschnitte des menschlichen Lebens mit Freude, aber auch mit Klage über das Verlorene einleitet, sind es die alten Hirten-Melodien, denen sich Leşe besonders widmet: Beides, sagt er, sei essentiell für die rumänische Volksmusik. Aber auch die Tradition des melancholischen Lieds, das typisch ist für den Mann, der sich absondert, um mit musikalischer Hilfe zu neuen Kräften zu kommen, wird in der Show lebendig, die mit landesüblichen Kostümen und tänzerischen Einlagen aufwartet. Die Besucher werden mit allerlei archaischen Instrumenten vertraut gemacht, wie sie etwa die Schafhirten benutzen. Und sie erfahren, dass Folklore weitaus mehr ist als ein oberflächliches Vergnügen zur Belustigung von Touristen. „Roots“ führt vielmehr vor Augen und Ohren, dass es bei der Volkskunst um die Frage nach der Identität, um die Bestimmung des eigenen Ortes in der Welt, um die Selbstvergewisserung des Individuums in einer globalisierten Kultur geht. |
Internationales Theater Frankfurt Hanauer Landstraße 7 |
€15 (€12) |
Internationales Theater Frankfurt Verkauf: +49 69 499 0980 (Mo. - Fr. 11.00 Uhr - 16.00 Uhr) www.internationales-theater.de Ticket-Hotline: +49 69 493 0503 Ausverkauft |
Bretter, die Rumänien und die Welt bedeuten: Die Suche nach den Wurzeln und die spektakuläre neue Deutung eines alten Stoffs
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| Di., 27. Okt. |
20.00 Uhr | Tanz-Performance
"OuiBaDa" von Gigi Căciuleanu
Tanz-Performance"OuiBaDa" von Gigi CăciuleanuEin Team, genauso energisch und kollegial wie eine Fußballmannschaft, hat sich Gigi Căciuleanu für sein Projekt „OuiBaDa“ gewünscht. Leute mit unterschiedlichen Horizonten, die sich gegenseitig ergänzen und zu einer Synthese beitragen, wie er sie in seinen Stücken ohnehin anstrebt. Der international renommierte Choreograf und Ballettdirektor geht in „OuiBaDa“ auf die Suche nach seinen eigenen Wurzeln, nach den nationalen Eigenarten der Tanzkunst, nach einer Ballettform, die sich abhebt gegen das, was im Westen unter modernem Tanz und Tanztheater verstanden wird. Damit überprüft der Bewegungskünstler, der seit den siebziger Jahren vor allem in Frankreich gearbeitet und dort in mehreren Städten Ballett-Kompanien geleitet hat, seinen kulturellen Standort. Von der westeuropäischen Tanzszene geprägt, stellt er die Konventionen, die sich in der Ballett-Avantgarde zwischen Paris und Wuppertal längst herausgebildet haben, infrage und versucht herauszuarbeiten, was das Besondere seines Stils ist. So geht er den Ursprüngen seines Denkens in der Bewegung nach und fahndet nach seiner rumänischen Identität. „Choreografisches Theater“ nennt Căciuleanu seine Art des Balletts, für die nach seiner Auskunft vier Elemente konstitutiv sind: die dynamische, die psychologische, die dichterische und die philosophische Ebene, also die Bewegung im Raum, die Beziehungen der handelnden Personen, die Metaphern für das menschliche Leben und schließlich die Gedanken, um dieses in einen geordneten Zusammenhang zu bringen. In Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm. |
Künstlerhaus Mousonturm Waldschmidtstraße 4 |
€17 (€17) |
Künstlerhaus Mousonturm +49 69 4058 9520 www.mousonturm.de Ausverkauft |
| Mo., 9 Nov. | 20.00 Uhr | Große Abschlussveranstaltung
"Don Quixote – Made in Romania" von und mit Dan Puric ist ein Schauspiel ohne Worte, das Tanz, Kampfkunst und Pantomime vereint Große Abschlussveranstaltung„Don Quixote – Made in Romania“ von und mit Dan PuricDer Roman „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ des spanischen Dichters Miguel de Cervantes (1547 bis 1616) gehört zu den grundlegenden Werken der europäischen Literatur. Don Quixote ist der erste Held in der europäischen Prosa, der zugleich ein Antiheld ist. Er steht für den ewigen Streit der Phantasie mit der Wirklichkeit, für die Überwindung der Realität mittels der Poesie, für die Kraft der Imagination in einer nüchternen Welt der Zweckorientierung und des Nutzens. Aber auch für das unserer Existenz eingeschriebene Scheitern, für die Vergeblichkeit allen Strebens und für das Komische, das der menschlichen Tragödie immer auch innewohnt. Dan Puric, Regisseur, Schauspieler und Autor, der vor allem als Pantomime über die Grenzen seines Heimatlands hinaus bekannt geworden ist, hat die Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt zur Grundlage eines Schauspiels gemacht, das jenseits der Worte angesiedelt ist. Auf diese Weise wird der universelle Charakter dieser Romanfigur hervorgehoben, die in dieser Fassung gleichwohl auch eindeutig rumänische Züge trägt: In „Don Quixote – Made in Romania“ verbindet der 1959 in Bukarest geborene Puric unter anderem Stepptanz und Folklore mit Stummfilm-Ästhetik und fernöstlichen Kampftechniken, um so ein Stück zu schaffen, das nationale Grenzen, Schwierigkeiten bei der sprachlichen Verständigung und ideologische Unterschiede überwinden will, ohne auf kulturelle Eigenarten verzichten zu müssen. Mit mehr als 20 Darstellern bringt Puric den Kampf gegen die Windmühlen und andere Episoden aus dem Leben von Don Quixote (von Puric selbst dargestellt), seinem einfältigen Knappen Sancho Pansa (Constantin Dinulescu) und seiner Angebeteten, dem von ihm als Edelfräulein betrachteten Bauernmädchen Dulcinea (Ileana Olteanu), auf die Bühne der Oper Frankfurt. Diese Produktion enthält Elemente der Commedia dell’arte und des Slapstick sowie Ensemble-Szenen wie aus einem Broadway-Musical. Wie Unamuno, den er neben Dostojewski als Kronzeugen für die Bedeutung Don Quixotes zitiert, ist Puric der Überzeugung, dass der spanische Edelmann mit dem Faible für ein vergangenes Zeitalter im Besitz der Wahrheit ist, während die anderen, die ihn verlachen und für verrückt halten, in Wirklichkeit blind sind. Die Vergötterung der Alltagsrealität, sagt Puric, habe dazu geführt, dass der Mensch in ein Meer der Verzweiflung gestürzt sei: „Don Quixote weckt die Menschheit aus ihrem traumlosen Schlaf, denn nicht er, sondern die Welt ist vom Pfad der Wahrheit abgeirrt.“
Übergabe der Schirmherrschaft: Im Anschluss an die Veranstaltung findet die Übergabe der Schirmherrschaft der KULTURTAGE an das Themenland 2010, die Niederlande, statt. |
Oper Frankfurt Willy-Brandt-Platz |
€30/€25/€15/€10 |
Oper Frankfurt und Frankfurt Ticket RheinMain GmbH Ticket hotline: +49 69 1340400 www.frankfurt-ticket.de, www.oper-frankfurt.de Sowie alle weiteren Frankfurt Ticket Vorverkaufsstellen |
Mitteilungen aus dem intellektuellen Leben: Zwei Romanciers im Spannungsfeld von Mittel-, Süd- und Osteuropa
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| Mi., 28 Okt. | 20:00 Uhr | Lesung
Mircea Cărtărescu liest aus "Die Wissenden"; mit Gerhardt Csejka LesungMircea Cărtărescu: „Die Wissenden“
Moderation und Lesung des deutschen Textes: Gerhardt Csejka 19 Bücher von Cărtărescu sind bisher erschienen. Er gehört zu den Stützen des rumänischen Literaturbetriebs mit zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, als Dozent, Vortragsreisender und aktives Mitglied in diversen Autorenverbänden. Sein Roman „Die Wissenden“, erster Teil einer seit zwei Jahren im Original komplett vorliegenden Trilogie, erschien 2007 auf Deutsch, kongenial übersetzt von Gerhardt Csejka. Es handelt sich um eine Kindheits- und Familienerzählung, die in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Bukarest spielt, sich aber zu einem überbordenden Welttheater ausweitet, in das Hirnforschung und Fantasy-Genre, Geheimlehren sowie Horrorvisionen einfließen. Das Bukarest der Plattenbauten, in dem der eine zum Securitate-Offizier aufsteigt, während dem anderen – dem Vater des Ich-Erzählers – die Karriere nicht gelingt, avanciert zu einem Ort unwirklicher Ereignisse. Die Grenzen zwischen realen und fiktiven Ebenen lösen sich auf, wobei die Konturen einzelner Figuren allerdings erhalten bleiben. So ist der Roman auch eine Art Selbstporträt des Autors und eine biografische Annäherung an seine Eltern, vor allem die Mutter. |
Literaturhaus Frankfurt Schöne Aussicht 2 |
€6 (€3,50) |
Literaturhaus Frankfurt +49 69 75618410 Telefonische Kartenreservierung und Abendkasse |
| Mi., 4 Nov. | 20.00 Uhr | Lesung
Gabriela Adameşteanu liest aus "Der immergleiche Weg eines jeden Tages" LesungGabriela Adameşteanu: „Der immergleiche Weg eines jeden Tages“
Moderation: Dr. Stefana Sabin Ihr schriftstellerisches Œuvre ist vergleichsweise schmal, zumal sie sich nach 1990 auf den Journalismus konzentriert hat, dennoch ist es innerhalb der jüngeren rumänischen Literaturgeschichte von eminenter Bedeutung. Die Autorin schreibt im Geist des Realismus, manche Kritiker haben ihr gar „Hyperrealismus“ bescheinigt: einen so genauen Blick auf Menschen und Dinge, dass die Zusammenhänge, in denen sie stehen und leben, in einer Deutlichkeit herausgearbeitet werden, die sie im alltäglichen Leben gar nicht bekommen.
1975 erschien ihr erster Roman „Der immergleiche Weg eines jeden Tages“, der zuletzt 2008 in einer Neuauflage herausgekommen ist und 2009 bei Gallimard in französischer Übersetzung erscheint. In diesem Buch geht es um die Geschichte einer jungen Frau, die ernüchternde Erfahrungen beim Erwachsenwerden mit sich selbst, ihrer eigenen Körperlichkeit und der sie umgebenden Gesellschaft macht. Der Roman wurde mit einer Reihe von Preisen bedacht. |
Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. Waldschmidtstraße 4 (dritter Stock) |
€6 (€3.50) |
Hessisches Literaturforum +49 69 24449940 Kein Vorverkauf. Karten nur an der Abendkasse |
Der rumänische Film erlebt derzeit einen Aufschwung. Vor allem die Aufarbeitung der kommunistischen Ära gelingt den Filmschaffenden aus Rumänien nach Meinung vieler internationaler Kritiker in einer Weise, die ästhetisch bezwingend ist und widersprüchlichen Gefühlen Raum lässt. Aber die zeitgenössische Filmproduktion Rumäniens beschränkt sich keineswegs auf diese historische Epoche. Die Filmreihe im Rahmen der KULTURTAGE zeigt herausragende Werke der rumänischen Filmkunst aus jüngster Zeit.
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| Mi., 28 Okt. | 19.15 Uhr | Film
„The Way I Spent the End of the World“ OmU (d/f)*, Regie: Cătălin Mitulescu, 2006 Film„The Way I Spent the End of the World“ OmU (d/f)*, Regie: Cătălin Mitulescu, 2006Der erste abendfüllende Spielfilm von Regisseur Cătălin Mitulescu, „The Way I Spent the End of the World“, handelt von der 17 Jahre alten Eva und ihrem zehn Jahre jüngeren Bruder Lalalilu. Sie leben in Bukarest während der Endphase des kommunistischen Regimes. Weil Eva und ihr Freund Alex versehentlich eine Büste des Diktators Nicolae Ceauşescu zerbrechen, werden sie wie Verbrecher behandelt. Eva fliegt von der höheren Lehranstalt. Auf der technischen Schule, wo sie sich im Sinn des Systems bessern soll, trifft sie Andrei: Die beiden beschließen, über die Donau nach Bulgarien zu fliehen, um von dort aus weiter nach Italien zu reisen. Der kleine Lalalilu macht Ceauşescu verantwortlich für die Schwierigkeiten, in die seine Schwester gekommen ist, und fasst den Plan, ihn umzubringen. Ein Auftritt des Schulchors bei einer Veranstaltung mit dem Diktator scheint ihm die passende Gelegenheit dafür zu sein. „Wir haben jetzt eine Demokratie und Reisefreiheit“, sagt der Regisseur über seinen Film, „aber wir tragen die Erinnerung und das Erbe der Ceauşescu-Zeit noch immer in uns. Indem ich die Ereignisse durch die Augen einer Siebzehnjährigen und eines Siebenjährigen sehe, kommt die Mischung aus Traurigkeit und Glück, Realität und Imagination, die ich mit dieser Zeit verbinde, zum Ausdruck.“ |
Orfeo’s Erben Hamburger Allee 45 |
€6.50 | Orfeo's Erben +49 69 70769100 |
| Mi., 28 Okt. | 21.15 Uhr | Film
„4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ OmU*, Regie: Cristian Mungiu, 2007 Film„4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ OmU*, Regie: Cristian Mungiu, 2007Dieser Film bezeichnet einen Aufbruch innerhalb des rumänischen Kinos: „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ von Cristian Mungiu wurde 2007 mit der „Goldenen Palme“ in Cannes und dem „Europäischen Filmpreis“ in Berlin ausgezeichnet. Die internationale Filmkritik war durchweg begeistert, das Drama um eine illegale Abtreibung im Bukarest des Jahres 1987 wurde als eine Maßstäbe setzende filmische Auseinandersetzung mit der Zeit des Kommunismus bewertet. Dies gelingt dem Regisseur, indem er eine Stimmung erzeugt und nüchtern eine Handlung entfaltet, in der Unterdrückung und Demütigung greifbar werden, ohne dass es unmittelbar um politische Ereignisse ginge. Erzählt wird die Geschichte von zwei Studentinnen: Eine von ihnen ist schwanger; zusammen mit ihrer Freundin trifft sie einen Mann, der Abtreibungen vornimmt. In einem düsteren Hotelzimmer werden zunächst Verhandlungen über die Bezahlung des Eingriffs geführt, auf den im Rumänien Ceauşescus mehrere Jahre Gefängnis stehen. „Das Schlimmste“, sagt der Regisseur, „was das Regime in uns bewirkt hat, war die Beeinflussung unseres Denkens insofern, als wir beim Treffen von Entscheidungen die moralische Dimension nicht erwägen. Das ist eine unterschwellige, schädliche Vereinnahmung.“ Das kinoeigene Restaurant bietet an diesem Abend rumänische Spezialitäten an. |
Orfeo’s Erben Hamburger Allee 45 |
€6.50 | Orfeo's Erben +49 69 70769100 |
| Mi., 4 Nov. | 19.15 uhr | Film
„California Dreamin’ (Endless)“ Om(e)U*, Regie: Cristian Nemescu, 2007 Film„California Dreamin’ (Endless)“ Om(e)U*, Regie: Cristian Nemescu, 2007Cristian Nemescus 2007 fertiggestellter, mit zahlreichen Preisen bedachter Film „California Dreamin’ (Endless)“ spielt 1999 während des Kosovo-Kriegs. In der rumänischen Kleinstadt Doiaru hält der Bahnhofsvorsteher, der zugleich Mitglied einer kriminellen Gang ist, einen NATO-Zug mit militärischer Ausrüstung an. Für den Transport quer durch das Land, der von amerikanischen Soldaten überwacht wird, gibt es keine offiziellen Papiere, sondern nur die mündliche Zusage der rumänischen Regierung. Mit der Ankunft der Amerikaner scheint in dem von der Weltpolitik bislang unbeachteten Ort plötzlich alles möglich: Die Tochter des Bahnhofsvorstehers verliebt sich in einen der amerikanischen Soldaten, der befehlshabende Offizier bringt die Bewohner gegen den Bahnhofsvorsteher auf. Nachdem der Zug weitergefahren ist, herrscht Anarchie im Städtchen. |
Orfeo’s Erben Hamburger Allee 45 |
€6.50 | Orfeo's Erben +49 69 70769100 |
| Mi., 4 Nov. | 21.15 Uhr | Film
„The Rest is Silence“ Om(e)U*, Regie: Nae Caranfil, 2007 Film„The Rest is Silence“ Om(e)U*, Regie: Nae Caranfil, 2007Der Film „The Rest is Silence“ von Nae Caranfil aus dem Jahr 2007 erzählt eine wahre Geschichte. Der 19 Jahre alte Grig ist der Sohn eines berühmten rumänischen Schauspielers aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und begeht in den Augen seines Vaters den größten Fehler, den er machen kann: Zu klein für die Bühne, zu scheu im Umgang mit Frauen, zu aufwendig in seinem Lebenswandel, beschließt Grig, einen Film zu drehen. Er lässt sich mit dem exzentrischen Kunstförderer Leon ein, der sein Leinwandwerk finanziert, zu einer Art Ersatzvater wird, ihn schließlich betrügt und zu seinem Feind wird. Und die Frage ist, ob Gaumont, die französische Firma, die den rumänischen Filmmarkt kontrolliert, es zulässt, dass hinter ihrem Rücken eine unabhängige Produktion entsteht. Das kinoeigene Restaurant bietet an diesem Abend rumänische Spezialitäten an. |
Orfeo’s Erben Hamburger Allee 45 |
€6.50 | Orfeo's Erben +49 69 70769100 |
| Fr., 6 Nov. | 19.00 Uhr | Film und Diskussion
"The Great Communist Bank Robbery", Om(e)U*, Regie: Alexandru Solomon, 2004 und "Reconstituirea", Om(e)U Regie: Virgil Calotescu, 1960 In Anwesenheit des Regisseurs A. Solomon Film und Diskussion„The Great Communist Bank Robbery“, Om(e)U*, Regie: Alexandru Solomon, 2004, und „Reconstituirea“ (Reconstitution), Om(e)U*, Regie: Virgil Calotescu, 1960Der Fall ist einzigartig. 1959 raubten ein paar Angehörige der Geheimpolizei und Intellektuelle, die von der kommunistischen Partei hinausgeworfen worden waren, die rumänische Nationalbank aus. Sie wurden gefasst und mussten in dem dokumentarischen Propagandafilm „Reconstituirea“ (Reconstitution) von Virgil Calotescu, der 1960 in die Kinos kam und den Ablauf der Tat sowie die polizeiliche Untersuchung schildert, sich selbst spielen. Dieser Film endet mit der Verurteilung und Hinrichtung der Bankräuber. Einen Monat nach ihrem Tod kam der Film in die Kinos und wurde rasch zu einer Sensation im ganzen Land. Alexandru Solomon hat die unglaubliche Geschichte 2004 in einem Dokumentarfilm („The Great Communist Bank Robbery“) aufgerollt. In Anwesenheit des Regisseurs Alexandru Solomon. |
Europäische Zentralbank Eurotower Kaiserstraße 29 |
Eintritt frei | Begrenzte Teilnehmerzahl. Voranmeldung erforderlich unter 069 - 13445555 oder e-mail |
| * OmU = Originalversion mit deutschen Untertiteln; Om(e)U = Originalversion mit (engl.)Untertiteln; OmU (d/f )= Originalversion mit deutschen und französischen Untertiteln | |||||
Brâncuşi und die Kunst der Gegenwart: Fotografie und Malerei Münzen und Briefmarken: Eine Präsentation der rumänischen Nationalbank und Romfilatelia
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| Do., 17 Sep. - Fr., 4 Dez. | Ausstellung
"Painting (Ro)Mania" Zeitgenössische Malerei AusstellungZeitgenössische figurative Malerei aus Rumänien „Painting (Ro)Mania“Die rumänische Malerei zu Beginn des 21. Jahrhunderts flieht nicht in die Abstraktion, sondern folgt einer allgemeinen Tendenz in der osteuropäischen Kunst: Sie schafft eine eigene Ikonografie, die sich aus dem Alltag ebenso wie aus der Volkskultur und der Geschichte speist. Doch sie interpretiert die Motive in neuer Weise, verdeutlicht sie, verfremdet sie, lässt sie in grellen Farben strahlen. Manches scheint grotesk, anderes poetisch, oder seltsam fremdartig bis hin zum Fratzenhaften. Die Wirklichkeit ist oft nur in Zitaten präsent. Dies kann so weit gehen, dass die Figuren auf den Gemälden wie Bewohner eines phantastischen Reichs wirken. So bei Ştefan Câlţia. Zwar malt er realistisch, bildet aber weder die Realität noch Mythen ab. Vielmehr verweist er mit seinen phantastischen Gestalten und Szenen auf die Tatsache, dass es sich bei der Malerei, um Malerei und um nichts anderes handelt. Um eine Welt jenseits des Wahrnehmbaren. Er verzichtet auf jede Eindeutigkeit. Unterschiedliche Sichtweisen sind möglich, aber das Rätselhafte bleibt erhalten. So ist der Maler ein Geistesverwandter von Ionesco und bietet in Analogie zu dessen absurdem Theater eine absurde bildende Kunst. In der Ausstellung im Eurotower der Europäischen Zentralbank sind neben Werken des 1942 geborenen Câlţia auch Arbeiten des expressiv malenden Bogdan Vlăduţă und Roman Tolicis Photorealismus zu sehen, die einer jüngeren Generation angehören und auf je eigene Weise die gegenständliche Welt in bildkünstlerische Kompositionen verwandeln. Eines aber ist allen gemeinsam: Sie gehören mit ihren Konzepten und formalen Experimenten in den Zusammenhang des internationalen Kunstbetriebs, und zählen dort sicher zu den interessanten Entdeckungen, die es zu machen gilt. |
Europäische Zentralbank Eurotower Kaiserstraße 29 |
Eintritt frei | Die Ausstellung ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Voranmeldung erforderlich unter 069-13445555 oder cultural-days@ecb.int |
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| Do., 17 Sep. - Fr., 4 Dez. | Ausstellung
Numismatische Exponate aus der Sammlung der rumänischen Zentralbank und Briefmarkenpräsentation Romfilatelia
AusstellungNumismatikRumänisches Geld und rumänische Wertpapiere – Geschichte und Ikonografie Bargeld geht von Hand zu Hand. Die meisten achten nicht darauf, was darauf zu erkennen ist. Allein die Zahlen interessieren sie. Sammler sehen das natürlich anders. So erwerben sie etwa Geldstücke in Spiegelglanz oder einer anderen edlen Prägung, mit denen man zwar einkaufen könnte, deren Sammlerwert allerdings höher ist als der aufgeprägte Nominalwert. Neben dem finanziellen Mehrwert steht der ideelle. Münzen und Banknoten sind offizielle Aushängeschilder der Staaten, geben Auskunft über die Identität eines Landes, tragen ein Bild des Souveräns oder sein Wappen, erzählen von den Personen, die für die Nationalkultur von besonderer Bedeutung sind, geben einen Eindruck von der herausragenden Architektur, insbesondere der Baukunst der Hauptstadt. Die Symbole auf Münzen und Geldscheinen sind jedem Kind im Land vertraut, außerhalb aber sind sie möglicherweise gar nicht zu entschlüsseln. Eine Ausstellung der numismatischen Schätze Rumäniens kann dazu beitragen, interessante Einblicke in die Geschichte und das Selbstverständnis des Landes zu geben. Etwa 200 Exponate umfasst die Ausstellung im Eurotower der Europäischen Zentralbank mit rumänischen Münzen, Banknoten und Wertpapieren aus dem Bestand der rumänischen Nationalbank. Die älteste Münze stammt aus dem Jahr 1637, die älteste Banknote von 1877, die Wertpapiere wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt. Die rumänische Landeswährung, der Leu, hat ihren Namen wohl von den niederländischen Löwentalern, die in den rumänischen Fürstentümern im 17. Jahrhundert im Umlauf waren. Zuletzt gab es 2005 eine Währungsumstellung: ein Neuer Rumänischer Leu entspricht 10000 Alten Rumänischen Lei. Philatelie„Rumänien, eine europäische Schatzkammer“ Briefmarken sind kleine Kunstwerke. Sie geben Einblicke in andere Kulturen. Und zeugen vom Selbstverständnis von Staaten und Nationen. Das Unternehmen Romfilatelia hat die Aufgabe, die Philatelisten in aller Welt über die rumänischen Postwertzeichen zu informieren und sie als bunte Botschafter des Landes international zu vertreiben. In der Ausstellung „Rumänien, eine europäische Schatzkammer“ werden auf einer Reihe von Tafeln die Zusammenhänge zwischen den Marken und den kulturhistorischen Phänomenen hergestellt, auf die sie sich beziehen. Die Architektur spielt eine entscheidende Rolle für die Identität der Bevölkerung, wobei die Hauptstadt im Mittelpunkt steht. Baudenkmäler wie die katholische Kathedrale des Heiligen Joseph, das Alte Nationaltheater oder die als Rumänisches Athenäum bezeichnete Konzerthalle, die vielen als das schönste Bauwerk in Bukarest gilt, sind auf Miniaturformat gebracht worden, um auf Briefen oder Postkarten von der architektonischen Pracht dieser immer wieder mit Paris verglichenen Metropole zu künden. Oder um druckfrisch in die Alben der Briefmarkenfreunde gesteckt zu werden. Natürlich fehlen als Motive auch die bedeutendsten Vertreter von Kompositionskunst und Bildhauerei nicht, die das Land hervorgebracht hat: George Enescu und Constantin Brâncuşi. Weitere Themen sind u.a. der Weinbau oder der Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union. |
Europäische Zentralbank Eurotower Kaiserstraße 29 |
Eintritt frei | Die Ausstellung ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Voranmeldung erforderlich unter 069-13445555 oder cultural-days@ecb.int |
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| Fr., 23 Okt. | 20 Uhr | Vortrag
Radu Varia: "Constantin Brâncuşi as photographer" In englischer Sprache VortragRadu Varia: “Constantin Brâncuşi as photographer” (Vortrag in englischer Sprache)Dr. Radu Varia gehört zu den führenden Experten über Brâncuşi und ist Autor eines grundlegenden Buches über den Bildhauer, das in New York, Paris und Tokio erschienen ist. Er ist Gründungsmitglied und Präsident der 1991 ins Leben gerufenen Constantin Brâncuşi International Foundation. |
Museum der Weltkulturen Hochparterre Schaumainkai 37 |
€5 (€3) | Museumskasse +49 69 21235913 museum.weltkulturen@stadt-frankfurt.de |
| Sa., 24 Okt. - So., 3 Jan. 2010 | Di. bis So. 10.00 Uhr - 17.00 Uhr; Mi. 10.00 Uhr - 20.00 Uhr |
Ausstellung
"Constantin Brâncuşi. Der Bildhauer als Fotograf." Brâncuşi’s Originalfotografien aus dem Centre Pompidou AusstellungConstantin Brâncuşi. Der Bildhauer als FotografConstantin Brâncuşi (1876-1957), einer der einflussreichsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, war zugleich ein bedeutender Fotograf: Er nutzte die Lichtbildkunst zur Dokumentation seiner Arbeit, sah in ihr aber auch ein Gestaltungsmittel von eigenem Reiz. So bieten die 30 Aufnahmen aus dem Bestand des Pariser Centre Georges Pompidou, die im Frankfurter Museum der Weltkulturen gezeigt werden, Einblicke in sein Werk und die Entstehung seiner Skulpturen im Atelier, behaupten sich aber auch als eigenständige Bilder von hohem ästhetischen Rang. Die modernen technischen Möglichkeiten faszinierten den Künstler. Wie kann man die Zeit als solche wiedergeben? Wie lassen sich Dynamik, Prozesse, Abläufe, Übergänge zum Ausdruck bringen? Diese Fragen stellten sich im Zusammenhang sowohl der avantgardistischen Bildhauerei nach 1900 als auch der damals noch jungen Lichtbildkunst. Afrikanische und prähistorische Kunst inspirierten Brâncuşi, gleichwohl wurzelte er mit seinen Ideen tief im europäischen Denken. Als Prinzipien der Moderne erkannte er unter anderem Bewegung, Beschleunigung, Geschwindigkeit. So suggerieren die glatten Oberflächen seiner dreidimensionalen Objekte eine Auflösung der Materie, erzeugen die Anmutung des Peripheren, Vorübergehenden, Ungreifbaren. „Vogel“ oder „Fisch“, die den Ausstellungsbesuchern auf den Fotografien begegnen, sind zu reinen Formen geworden: Es ist das Durchschwimmen des Wassers, es ist der Flug durch die Lüfte, was hier Gestalt angenommen hat. Brâncuşi war an der Reduktion der wahrnehmbaren Welt auf das Wesentliche, an der Rückführung komplexer organischer Gestalten auf Urformen wie das Ei interessiert. Dass sich mit der Aneinanderreihung einfacher Elemente das Thema Unendlichkeit behandeln lässt, zeigt die in mehreren Ausführungen vorhandene „Endlose Säule“. Eine monumentale, aus 16 metallenen Rhomben bestehende Version vollendete er 1938 im westrumänischen Târgu Jiu als Teil eines Mahnmals für die Opfer des Ersten Weltkriegs. |
Museum der Weltkulturen Hochparterre Schaumainkai 37 |
€2 (€1.50) | Museum box office +49 69 21235913 museum.weltkulturen@stadt-frankfurt.de |
| Mi., 4 Nov. | 19.00 Uhr | Vortrag
Friedrich Teja Bach: "Constantin Brâncuşi" In deutscher Sprache VortragFriedrich Teja Bach: „Brâncuşis Photographie“. (Vortrag in deutscher Sprache)Prof. Dr. Friedrich Teja Bach ist Ordinarius am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Er hatte Gastprofessuren an der Humboldt-Universität zu Berlin und in Harvard inne. 1995 war er wissenschaftlicher Leiter der Brâncuşi-Retrospektive in Paris und Philadelphia. Von ihm liegt mit „Constantin Brancusi: Metamorphosen plastischer Form“ eine der wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen zu dem Künstler vor. |
Museum der Weltkulturen Hochparterre Schaumainkai 37 |
€5 (€3) | Museum box office +49 69 21235913 museum.weltkulturen@stadt-frankfurt.de |
Für das jüngste Publikum: Theatralische und erzählerische Reisen in ein fabelreiches und sagenhaftes Land
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| DATUM | ZEIT | VERANSTALTUNG | ORT | PREISE IN EUR | KARTENVERKAUF |
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| So., 25 Oct. | 15.00 Uhr | Märchenaufführung
"Das Schloß hinterm Regenbogen" Theaterclub Elmar mit einem der beliebtesten rumänischen Märchen Für Kinder ab 5 Jahren. Märchenaufführung
Theaterclub Elmar
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Capitol Offenbach Kaiserstraße 106 Offenbach |
Erwachsene: €7 Kinder: €5 Familienticket für 4 Personen: €15 |
Frankfurt Ticket RheinMain GmbH Ticket hotline: +49 69 1340400, Offenbacher Stadtinformation GmbH +49 69 80652052 Sowie alle weiteren Frankfurt Ticket Vorverkaufsstellenes |
| Di., 27 Okt. | 15.30 Uhr | Erzählstunde: Schloßkater Ferdinand
1. Teil: Schloßkater Ferdinand begegnet Mircea aus Rumänien. Von und mit Clemens Greve. Für Kinder ab 4 Jahren. Erzählstunde: Schloßkater FerdinandMärchenstunden mit Schloßkater Ferdinand, dem Vorschul-Chor der Frankfurter Bürgerstiftung und zwei rumänischen Kindergeschichten Der Schloßkater Ferdinand wohnt im Frankfurter Holzhausenschlößchen. Dort ist er zu Hause. Dort fühlt er sich wohl. Aber natürlich interessiert ihn alles, was in der Welt so passiert und was man sich in der Welt so erzählt. In Rumänien zum Beispiel. Deshalb freut er sich ganz besonders, dem kleinen Mircea zu begegnen. Der stammt aus einer Geschichte von Paul Goma, die den Titel „Von Anfang an“ trägt. Darin geht es um die Wörter und ihren Klang, um das, was man sagen darf, und das, was man besser nicht in den Mund nimmt.Und noch ein zweites Mal beschäftigt sich Schloßkater Ferdinand mit Rumänien. Dann geht es um den rumänischen Hundekopffisch. Den erblickt ein Junge namens Paul früh am Morgen nach dem Aufwachen: „Als er die Augen aufmachte, war die Katze verschwunden, aber in dem bläulichen See des Himmels schwamm ein riesiger Fisch mit Hundekopf.“ Und so geht das gerade weiter mit Paul. Ferdinand hat ihn in Dumitru Tsepeneags Geschichte „Der Lügner” gefunden. Der Erfinder der Schloßkater-Geschichten ist übrigens Clemens Greve, der Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung und Programmleiter des Holzhausenschlößchens. In der Rolle des Katers erzählt und musiziert er zusammen mit den Kindern, die zuhören können! Für Kinder von 4 bis 8 Jahren. |
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen Justinianstraße 5 |
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich |
Anmeldung unter: Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen +49 69 557791 www.frankfurter-buergerstiftung.de |
| Di., 3 Nov. | 15.30 Uhr | Erzählstunde: Schloßkater Ferdinand
2. Teil: Schloßkater Ferdinand und der rumänische Hundekopffisch. Von und mit Clemens Greve. Für Kinder ab 4 Jahren. Erzählstunde: Schloßkater FerdinandMärchenstunden mit Schloßkater Ferdinand, dem Vorschul-Chor der Frankfurter Bürgerstiftung und zwei rumänischen Kindergeschichten Der Schloßkater Ferdinand wohnt im Frankfurter Holzhausenschlößchen. Dort ist er zu Hause. Dort fühlt er sich wohl. Aber natürlich interessiert ihn alles, was in der Welt so passiert und was man sich in der Welt so erzählt. In Rumänien zum Beispiel. Deshalb freut er sich ganz besonders, dem kleinen Mircea zu begegnen. Der stammt aus einer Geschichte von Paul Goma, die den Titel „Von Anfang an“ trägt. Darin geht es um die Wörter und ihren Klang, um das, was man sagen darf, und das, was man besser nicht in den Mund nimmt.Und noch ein zweites Mal beschäftigt sich Schloßkater Ferdinand mit Rumänien. Dann geht es um den rumänischen Hundekopffisch. Den erblickt ein Junge namens Paul früh am Morgen nach dem Aufwachen: „Als er die Augen aufmachte, war die Katze verschwunden, aber in dem bläulichen See des Himmels schwamm ein riesiger Fisch mit Hundekopf.“ Und so geht das gerade weiter mit Paul. Ferdinand hat ihn in Dumitru Tsepeneags Geschichte „Der Lügner” gefunden. Der Erfinder der Schloßkater-Geschichten ist übrigens Clemens Greve, der Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung und Programmleiter des Holzhausenschlößchens. In der Rolle des Katers erzählt und musiziert er zusammen mit den Kindern, die zuhören können! Für Kinder von 4 bis 8 Jahren. |
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen Justinianstraße 5 |
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich |
Anmeldung unter: Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen +49 69 557791 www.frankfurter-buergerstiftung.de |